Sägewerk und Ruinen aus der Nasafjällepoche

Die Epoche des Abbaus der Bodenschätze im Nasafjäll, die 1634 begann, hat für die Gemeinde Arjeplog eine sehr grosse Rolle gespielt. Die damalige schwedische Regierung hatte vom Erzvorkommen in den Bergen gehört und verschaffte sich nun Informationen über das schwedische Fjäll. Doch die Kenntnisse dürften damals wohl sehr fehlerhaft gewesen sein. Noch heute fragt man sich, wie die Menschen unter diesen Verhältnissen eines schwedischen Winters arbeiten konnten, d.h. in Kälte, Stürmen und viel Schnee im Fjäll des Schwedisch-Norwegischen Grenzgebietes. Sowohl Investitionen als auch Bebauungen tätigte man nun, um Erz in diesem unwirtlichen Teil der Bergwelt abzubauen. Die erste Epoche des Bergbaus endete 1659. Seitdem lag das Bergwerk verlassen. Anfang 1770 begann man im Nasafjäll erneut Erz und auch Silber abzubauen. Der Wiederaufbau des Schmelzwerkes am Silbojokk war unmöglich, da der Wald dort bereits abgeholzt war. - Doch für die Öfen brauchte man Holz. So begann man stromabwärts des Laisälven einen geeigneten Platz zu suchen und baute bald hier in Adolfström ein neues Schmelzwerk auf.
Den Platz hier am Bach, der vom See Laddve zum Fluss Laisälven fliesst, hielt man für sehr geeignet. In diesem Bach konnte man einen Damm bauen, den man brauchte, um stets genügend Wasser für den Antrieb verschiedener Maschinen der Erzbearbeitung zur Verfügung zu haben. Ausserdem gab es im Yraftdelta, am anderen Ende des Sees, grosse Mengen an Heu, die die Menschen für ihr Vieh benötigten, das wiederum für sie als Milch- und Fleischlieferant diente. Pferde und Rentiere, die die Transportarbeit des Erzes verrichteten, brauchten auch Futter. Ungefähr 60 Personen arbeiteten damals im Werk und in der Grube im Nasafjäll.

 

 Im Ort Adolfström baute man bald Wohnhäuser und Höfe. Im Verarbeitungswerk errichtete man Sägewerk, Mühle, Kohlenhaus, Schmiede, Tischlerei, zwei Calcinationsöfen, Dämme und Teiche, Wasserrinne, eine Schmelzhütte und einiges mehr. Man baute Transportwege und legte Siedlungen an. Mit dem Transport des Erzes, der mit Rentieren im Winter und Pferden im Sommer bewältigt wurde, hatte man grosse Schwierigkeiten. Dieser Teil von Norrbotten war sehr spärlich besiedelt; auf 6000 km2 lebten ca. 400 Personen. Doch trotz der Schwierigkeiten dauerte die Grubentätigkeit bis ins Jahr 1810 an.
Danach wurde sie stillgelegt. Die Leute bewohnten weiterhin ihre Häuser in Adolfström, bis im Jahr 1821 die Gegend um das Schmelzwerk durch ein gewaltiges Feuer zerstört wurde. Mit dem Feuer hörten nun alle Tätigkeiten in Adolfström auf und bis 1840 blieb das Dorf öde und verlassen. In dem Jahr kam nun der erste Siedler zurück nach Adolfström. Die Erzählung berichtet, dass er wallonischer Abstammung war und ein Verwandter eines ehemaligen Bergmannes, der zur Zeit des Grubenbetriebes hier gearbeitet hat.